FORTBILDUNG: der Fachverband Sanitär, Heizung, Klima NRW bietet mit dem „SHK-Büro-Profi“ einen praxisorientierten Lehrgang für mitarbeitende Ehepartner an

VON BERND LORENZ

HandwerksblattChefs sind eine eigene Spezies, Sie wollen alles kontrollieren. Kein Schriftstück darf den Betrieb verlassen, bevor sie es gesehen, geprüft und für gut befunden haben. „Dabei ist das gar nicht ihre Aufgabe“, meint Betriebsberaterin Marie-Elis Marwitz. Damit sich die Firmenlenker auf die Akquise neuer Kunden kümmern können und vom Tagesgeschäft entlastet werden, bietet der Fachverband Sanitär, Heizung, Klima NRW einen praxisorientierten Lehrgang für mitarbeitende Ehepartner und fachfremde Mitarbeiter an. Der „SHK-Büro-Profi“ soll den meist fachfremden Teilnehmern technische, betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen vermitteln.

„Die Dozenten gehen auf die alltäglichen Probleme der Teilnehmer ein.“
MARIE-ELIS MARWITZ, FACHVERBAND SHK NRW

Die Fortbildung besteht aus drei Eintages-Lehrgängen, die im Abstand von einer Woche angeboten werden. „Das ist so gewollt, damit die Teilnehmer das Gelernte sacken lassen und im Betrieb anwenden können“, erklärt Marwitz, die selbst zu den Dozenten zählt und 16 Jahre in einem Handwerksbetrieb gearbeitet hat. Der Lehrgang beginnt um 9 Uhr, Ende ist um 17 Uhr. Am ersten Tag stehen in der Regel beim örtlichen Großhändler Material und Technik auf dem Programm. Vormittags geht es um die verschiedenen Rohrtypen, Fittings, Absperrarmaturen und die Bestandteile einer Heizungsanlage. Am Nachmittag stellen die Teilnehmer die Materialien für eine Stand-WC-Anlage zusammen. Tag zwei steht im Zeichen der Kommunikation – sowohl mit Kunden als auch mit den eigenen Mitarbeitern. „Wir gehen auf Fragen ein, die beim Gespräch mit dem Kunden gestellt werden müssen, damit der richtige Monteur eingesetzt wird und der Einsatz voll abgerechnet werden kann“, verdeutlicht Marwitz. Angesprochen werden aber auch die Themen Reklamation und Mahnwesen. Das dritte Tagesseminar trägt die Überschrift „Zeit ist Geld“. Behandelt werden Kalkulation und Terminplanung. Damit sie für Preisverhandlungen gewappnet sind, setzen sich die Teilnehmer aber auch damit auseinander, welchen Mehrwert handwerkliche Leistungen bieten.

Das Besondere am Lehrgang ist der individuelle Zuschnitt und Praxisbezug. „Die Dozenten arbeiten kaum mit vorgefertigten Powerpoint-Präsentationen, sondern gehen auf die alltäglichen Probleme der Teilnehmer ein.“ Die Fortbildung kostet 285 Euro. Das Geld scheint gut angelegt zu sein. „Eine Unternehmerfrau, die schon seit 30 Jahren im Betrieb ihres Mannes mitarbeitet, hat uns gesagt, das sie beim ‚SHK-Büro-Profi‘ noch viel Neues gelernt hat.“ Dagmar Stückemann unterstützt „erst“ seit 14 Jahren ihren Mann. Trotzdem konnte die gelernte Speditionskauffrau viel Wissen und viele neue Ideen aus dem Lehrgang für Praxis mitnehmen. Vor allem der technische Teil hat ihr geholfen. „Nun kann ich besser nachvollziehen, wie die Monteure arbeiten“, sagt die Unternehmersfrau aus Bielefeld.

Auffrischungsseminare geplant

Die dreitägigen Basisseminare können in Essen, Paderborn, Mönchengladbach, Siegen, Bonn und Münster besucht werden. Der Lehrgang richtet sich ausschließlich an Innungsmitglieder des SHK-Fachverbandes. Eine Förderung über den Bildungsscheck NRW ist möglich. Darüber hinaus wird es im Abstand von einem Jahr eintägige Auffrischungsseminare geben. Auf dem Programm des ersten Durchgangs stehen Trinkwasserinstallation, Rechnung aus rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht sowie ein Erfahrungsaustausch.

shk-nrw.de/termine

Von wegen nur Wasser und Seife: Kompetente Fachbetriebe zeigen in der Ausstellung BADIDEEN der Karl Brand KG tausende Möglichkeiten, das eigene Traumbad neu zu gestalten.

Erste BadTeam-Tage in GüterslohBadezimmer sind heutzutage mehr als nur Orte zum Waschen und Zähneputzen. Sie werden immer mehr zu einem Ausdruck eines eigenen Lebensstils – zu Oasen der Entspannung, der Pflege und des Wohlgefühls.

»Die bloße Funktionalität vergangener Jahrzehnte ist längst einem modernen Bedürfnis nach individueller Gestaltung gewichen«, sagt Dagmar Stückemann von der Firma ITS Stückemann GmbH & Co.KG, einer der Meisterbetriebe, die sich unter dem Dach Bad Team zu einem Kompetenznetzwerk des regionalen Heizung-Sanitär-Klima Handwerks zusammengeschlossen haben. Eine Vernetzung, die viele Vorteile für den Kunden mit sich bringt: Die beteiligten Betriebe können durch den Zusammenschluss zum einen das Servicekonzept »Alle Leistungen aus einer Hand« perfektionieren und schaffen zum anderen eine zentrale Plattform für sämtliche Fragen rund um das Traumbad.

Einer für alle, alle für einen. Im BadTeam finden Interessenten und Kunden kompetente Partner für alle Arbeiten rund um den Neubau, Sanierung oder Modernisierung des Wunschbades. Die Meisterbetriebe bieten dabei im Verbund eine Rundumbetreuung: »Von der professionellen Beratung über die fachmännische Planung, den Bau und die Installation bis hin zu Reparatur und Wartung. Stets individuell und in höchstem Maße professionell wird die Badplanung auf Sie, Ihre Vorstellungen und die Anforderungen an Raumplanung, Energiekonzept und Materialfragen zugeschnitten«.

 

 Zusammenschluss verspricht Angebote aus einer Hand

Brackwede (mba). Um sich im härter gewordenen Wettbewerb besser behaupten zu können, haben sich sieben Handwerksbetriebe aus Bielefeld und Gütersloh zu einem Verbund zusammengeschlossen. „Jeder ist gut beraten, nicht alleine zu kämpfen“, sagt Malermeister Hans Schmitz.

Die Kunden fragten immer häufiger nach komplexeren Leistungen aus einer Hand. „Das macht eine Zusammenarbeit von Betrieben nicht nur sinnvoll, sondern zum Teil sogar notwendig“, sagt Schmitz. Wer ein Haus baue oder renoviere, der wolle nicht Maurer, Heizungsbauer, Elektriker, Tischler, Maler, Fliesenleger, Gebäudereiniger und Installateur einzeln beauftragen. „Der Kunde vertraut auf den einen Handwerker seiner Wahl und erwartet, dass dieser ihm Arbeit über das Einzelgewerk hinaus abnimmt“, sagt Schmitz. Der Aspekt Dienstleistung werde fürs Handwerk immer wichtiger.

Die sieben Betriebsinhaber betonen, dass sich ihr Zusammenschluss nicht gegen die Arbeit von Architekten richte. Das neue Angebot sei vor allem für kleinere Bauvorhaben ohne Architekten oder Bauleiter gedacht. Die sieben, alteingesessenen Betriebe mit ihren zusammen 150 Mitarbeitern, die sich gut kennen, sprechen sich untereinander ab. Das würde vieles erleichtern, auch im Notfall, wenn zahlreiche Aufträge abzuarbeiten sind. „Trotzdem würden wir uns dann gegenseitig helfen“, sagt Manfred Fleischhauer (Tischlerei Der Holzmeister).

In dem Zusammenschluss mit dem Namen „Handwerkerverbund Bielefeld“, der sich auch ein Logo und einen Internetauftritt verpasst hat, sind neben der Gütersloher Firma Raphael Fortkord Fliesen und Platten mit ITS Stückemann Installationstechnik, der Tischlerei Der Holzmeister, dem Malerfachbetrieb Hans Schmitz, der Firma Gebäudedienste Niediek, dem Betrieb Rudolf Peter & Sohn Bedachungen fünf Unternehmen aus dem Bielefelder Süden sowie mit der Tuxhorn Bau GmbH an der Bleichstraße ein Betrieb aus der Bielefelder Innenstadt dabei.

Für die Handwerker liegen die Vorteile auf der Hand. Hans Schmitz: „Wir können unser Leistungsspektrum erweitern, verschaffen uns Zugang zu neuen Märkten und Kundenkreisen, reduzieren die Kosten und können gemeinsam Marketing betreiben.“

 Warum sieben Mittelständler gemeinsame Sache machen

• Brackwede. Wenn es Hand in Hand läuft, sind alle zufrieden: die Kunden und die Handwerker, die an der Realisierung eines Projektes beteiligt sind. Das spart Zeit, Geld und Nerven. Hand in Hand wollen künftig daher auch die sieben Betriebe arbeiten, die sich jetzt offiziell zum neuen Handwerkerverbund Bielefeld zusammengeschlossen haben.

Egal ob Maurer- oder Dachdeckerarbeiten, Heizung, Sanitär, Elektro und Lüftung, Innen-, Fenster-, Treppenbau, Fliesenleger- und Malerarbeiten oder Gebäudereinigung – all diese Gewerke bietet der Handwerkerverbund Bielefeld. „Angesichts des schärfer werdenden Wettbewerbs auf den heimischen Märkten oder dem europäischen Binnenmarkt“, sagt Maler Hans Schmitz, „ist es gut, nicht allein zu kämpfen.“ Die Kooperation komme aber auch dem zunehmenden Wunsch vieler Kunden entgegen, bei komplexeren Leistungen nicht für alle Gewerke selbst die passenden Handwerker suchen und die Abläufe managen zu müssen. Schmitz: „Der Kunde vertraut dem Handwerker seiner Wahl, und der zieht weitere Gewerke hinzu.“

Auch die sieben Mitgliedsbetriebe des Handwerkerverbunds sehen für sich natürlich die Chancen der Kooperation. „Wir erweitern unser Leistungsspektrum, bekommen Zugang zu neuen Märkten und Kundenkreisen, reduzieren unsere Kosten und nutzen gemeinsames Marketing“, erklärt Hans Schmitz im Namen seiner Mitstreiter.

Hervorgegangen ist der neue Handwerkerverbund aus der ehemaligen Kooperative „Brackweder Handwerker“. Vier Betriebe hatten vor drei Jahren mit der Zusammenarbeit begonnen. Jetzt sollte das Spektrum noch einmal erweitert werden, und die sieben mittelständischen Firmen stammen aus Brackwede, Bielefeld, Gütersloh. „Wir haben uns zum Teil schon früher die Bälle zugespielt“, erklärt Hans Schmitz. Mit Bekanntwerden des Handwerkerverbundes solle dies noch einmal intensiviert werden.

Fliesenleger Raphael Fortkord hebt hervor, dass die sieben Firmen rund 150 Vollzeit-Mitarbeiter haben. „Diese Größenordnung erlaubt uns, schnell zu reagieren und damit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.“ Kleinere Kooperationen hätten es da schwerer. „Unsere Mitarbeiter kennen sich untereinander“, ergänzt Dagmar Stückemann, „da läuft vieles einfach ein bisschen geschmeidiger.“

Auf der Homepage www.handwerkerverbund-bielefeld.de präsentieren sich die Partner mit ihren Dienstleistungen unter neuem Logo.

BONN, Juli 2010. Das Studentenwerk Bielefeld sorgt mit Wohnräumen in Studentenwohnheimen sowie Hochschulgastronomie im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) dafür, dass neben den wissenschaftlichen auch die alltagspraktischen Bedürfnisse der Studierenden erfüllt werden. So vermietet es beispielsweise rund 2.300 Wohnplätze in eigenen und angemieteten Wohnheimen.

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ITS Stückemann feiert runden Geburtstag und ehrt Mitarbeiter

Brackwede. Das Brackweder Familienunternehmen ITS Stückemann zeichnet sich seit 90 Jahren als Fachbetrieb für Installationstechnik, Elektro, Sanitär und Heizung aus. Am Freitag hat die Firma runden Geburtstag im Gasthof Gröppel gefeiert und langjährige Mitarbeiter geehrt.

»Ich bin stolz auf 90 Jahre Firmengeschichte, meinen Großvater, der das Unternehmen einst gegründet hat, und auf unsere Mitarbeiter, die jahrzehntelang Höhen und Tiefen miterlebt haben«, sagt Geschäftsführer Heinrich Stückemann junior.

Stückemann selbst ist seit 31 Jahren dabei, doch manche seiner Meister und Installateure arbeiten noch länger im Betrieb. Auf 48 Jahre als Elektromeister kann Josef Siek zurückblicken. Als Elektroinstallateur ist Bernd Zech seit 40 Jahren im Einsatz; ebenso wie Jürgen Nagel, der seit 39 Jahren in der Firma beschäftigt ist. Die beiden Gas- und Wasserinstallateure Wolfgang Tews und Reinhard Marufke arbeiten seit 36 Jahren bei Stückemann.

Auf jeweils 27 Jahre können Elektromeister Matthias Hänsel und die kaufmännische Mitarbeiterin Rita Redeker zurückblicken. Buchhalterin Sabine Behle fing vor 23 Jahren bei dem Brackweder Familienunternehmen an. Die Elektroinstallateure Georg Wollny und Nikolai Ebert sind seit 19 und 18 Jahren dabei. Walter Quast arbeitet seit 17 Jahren als Gas- und Wasserinstallateur, Buchhalterin Silvia Hauhoff ist seit 15 Jahren bei ITS Stückemann beschäftigt.

Heinrich Stückemann blickt optimistisch in die Zukunft: »Natürlich ist es unser Ziel, in zehn Jahren das 100-Jährige Bestehen feiern zu können.«

(mdm)