Regenerative Energien

Als regenerative oder erneuerbare Energien bezeichnet man die Energiequellen oder Energieträger, die sich auf natürliche Weise in menschlichen Zeitmaßstäben erneuern.

Sie stehen im begrifflichen Gegensatz zu fossilen (Kohle, Erdöl, Ergas) und atomaren (Uran) Energieträgern, die sich im Laufe von Jahrmillionen in geologischen Prozessen gebildet haben.

Regenerative Energien sind auf die Sonnenstrahlung zurückzuführen: Wind, Wasserkraft und Biomasse. Die Sonnenstrahlung wird direkt durch Kollektoren gewonnen, Wind durch Rotoren, Wasserkraft durch Strömungs- und Gezeitenkraftwerke. Energie aus Biomasse wird durch Verbrennung (Holz) oder Vergärung bzw. Vergasung (Silage, Gülle) gewonnen.

Regenerative Energien stehen überall zur Verfügung und können in einem den jeweiligen Verhältnissen angepassten Energie-Mix genutzt werden. Dies ist ökologisch sinnvoll, sozial verträglich und fördert die wirtschaftliche Flexibilität und Innovation.

Das seit April 2000 in Deutschland gültige Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat zum Ziel, den Anteil regenerativer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahre 2010 zu verdoppeln.

Solartermie – das bedeutet Solarwärme für Warmwasser und Heizung.

Für die Nutzung der Sonnenenergie zur Wamwasserbereitung ergeben sich günstige Voraussetzungen, da der Warmwasserbedarf eines Haushaltes über das Jahr annähernd konstant ist. Es besteht dadurch eine größere Übereinstimmung zwischen Energiebedarf und solarem Energieangebot als bei der Nutzung zur Raumheizung. Mit einer richtig dimensionierten Anlage kann man jährlich bis zu 65% des Warmwasserbedarfs mit Sonnnenergie decken. Im Sommer kann meistens der gesamte Bedarf an Warmwasser über die Solaranlage bereitgestellt werden.

Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?

Das Herzstück einer thermischen Solaranlage ist der Kollektor. Der im Kollektor enthaltene Absorber dient zur Aufnahme der einfallenden Sonnenstrahlen und ihrer Umwandlung in Wärme. Er wird von einer Wärmeträgerflüssigkeit (üblicherweise ein Gemisch aus Wasser und ökologisch unbedenklichem Frostschutzmittel) durchströmt, die zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher zirkuliert. Eine Solarkreis-Umwälzpumpe transportiert die im Kollektor aufgenommene Wärme in den Warmwasserspeicher.

Zusätzlich gewährleistet eine konventionelle Heizung über den Ladekreis, dass auch dann ausreichend warmes Wasser zur Verfügung steht, wenn die Solaranlage keine oder zu wenig Nutzenergie liefert.

Mit der Installation einer thermischen Solaranlage trägt man aktiv zu einer Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen bei. Eine Solaranlage hat gegenüber konventionellen Warmwasserbereitungssystemen eine eindeutig positive CO2-Bilanz.

Wärmepumpen

Die Wärmepumpe entzieht ihrer direkten Umgebung Wärme, die vor allem zum energiesparenden Heizen und Warmwasserbereiten genutzt wird. Die Wärme wird in einem in sich geschlossenen Kreislauf von eine Energieträgermedium transportiert.

Ihr Prinzip funktioniert wie ein herkömmlicher Kühlschrank, der den eingelagerten Lebensmitteln ihre innere Wärme entzieht und diese sodann auf seiner Rückseite wieder an den Raum zurückgibt.

Wärmepumpen – Variationen

Es gibt drei Arten von Wärmepumpen

Die Luft/Wasser Wärmepumpe gebraucht die rundherum liegende Außenluft als Wärmequelle. Auch bei Temperaturen bis -15° entzieht sie der Luft noch Energie zum Heizen.
Die Sole/Wasser Wärmepumpe verwendet die im Erdreich lagernde Wärme. Auch dort ist ähnlich wei im Grundwasser das ganze Jahr über eine nahezu unveränderliche Temperatur gegeben. Die Sole/Wasser Wärmepumpe ist die am vorwiegendsten eingesetzte Art im heutigen Hausbau.
Die Wasser/Wasser-Wärmepumpe zieht die Heizwärme aus dem Grundwasser. Voraussetzung zum Betrieb ist hinlänglich verfügbares und nicht aggressives Grundwasser, das für den Wärmepumpenbetrieb zugänglich ist.
Die Anlagen sind sehr platzsparend und das Nachrüsten im Altbau ist ohne großen Aufwand möglich.
Einzellösungen (nur Verdampfer, nur Erdkollektoren oder nur Tiefenbohrung) sind in der Konzeptionierung ebenso möglich, wie Komplettnutzung von Sonne, Erdreich und Grundwasser.